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GlossarAbendmahl: das letzte Mahl Jesu mit seinen Jüngern vor seinem Tod. Es umfasst folgende Gedanken: den bevorstehenden Tod Jesu, den er mit dem beginnenden Gottesreich verbindet; Adonai: "Herr", Anrede Gottes anstelle des Namen JHWH, der im Judentum nicht ausgesprochen werden darf. Allah: (=Gott) bereits in vorislamischer Zeit der Name eines Gottes, den der Prophet Mohammed dann zum alleinigen Gott erklärte. Allah hat über hundert Verehrungsnamen. Er ist kein unversöhnlicher Rachegott, sondern gnädig, gerecht und verzeihend, voll Milde gegen Sünder, die bereuen. Die Liebe zu ihm zeigt sich unter anderem in einer kalligraphischen Darstellung seines Namens. Auferstehung: im Neuen Testament die zentrale Aussage über Jesus Christus, der sich durch die Auferstehung vom Tod am 3. Tag nach der Kreuzigung als Sohn Gottes erweist. Die Auferstehung ist der Beginn der Erneuerung von Himmel und Erde, an der auch Menschen, die Jesus Christus als ihren Herrn bekennen, Anteil haben. Bar Mizwa: Feier, bei der ein Junge mit allen Rechten und Pflichten Mitglied der jüdischen Gemeinde wird Bat Mizwa: Feier, bei der ein Mädchen mit allen Rechten und Pflichten Mitglied der jüdischen Gemeinde wird Bayram: 2 Feste, nämlich a) Kurban Bayram (=Opferfest) Als Opfergabe wird ein Schaf geschlachtet, b) Seker Bayram (= Zuckerfest) Ende des Fastenmonats Beichte: Das Bekennen der begangenen Sünden in Anwesenheit des Priesters. Der Priester spricht einen los von allen Sünden. Berit Mila: Beschneidung eines jüdischen Jungen, sie symbolisiert die Zugehörigkeit zum Volk Gottes. Bibel: In der Bibel steht das Alte und Neue Testament. Es ist das heilige Buch der christlichen Kirchen. Bima: Vorlesepult in der Synagoge zum Verlesen der Thora Buße: Die Buße ist das Bemühen, das durch Schuld gestörte Verhältnis zwischen Gott und Mensch wieder herzustellen. Challa: Brot für den Sabbat Chanukka: Lichterfest zur Erinnerung an die Wiedereinweihung des Tempels in Jerusalem im 2. Jh.v.C. Christus: "Gesalbter"; griechische Übersetzung des hebräischen Wortes "Messias"; religiöser Titel Jesu von Nazareth Chuppa: Zelt, unter dem die jüdische Trauung abgehalten wird. Dekalog: die Zehn Worte/Gebote vom Sinai
Diakon: (griechischen = Diener, Knecht) In der katholischen Kirche das niedrigste Weiheamt mit dem Auftrag der Verkündigung. In der evangelischen Kirche haben Diakone die Aufgabe sich um Arme, Kranke und Bedürftige zu kümmern. Dschihad: Bemühungen, Anstrengungen für die Sache Gottes; oft fälschlich als "heiliger Krieg" wiedergegeben.Erlösung: Befreiung des Menschen aus dem Zustand des Leidens, des Bösen, des Todes, der Gottferne; endgültige Befreiung zu Glück, Leben, Gerechtigkeit, Frieden und Gottesnähe; Im Christentum ist Jesus Christus der "Erlöser". Eucharistiefeier: (= Danksagung) Abendmahl evangelisch: am Evangelium orientiert; Selbstbezeichnung der Kirche der Reformation Glaubensbekenntnis: Das wichtigste Gebet, das den Glauben der Christen an Gott bestätigt. Haddsch: Wallfahrt nach Mekka Hadith: Überlieferung von den Aussprüchen und Taten Mohammeds Hadsch: große Pilgerfahrt nach Mekka, eine der fünf Pflichten für jeden Moslem Haggada: Erzählung vom Auszug aus Ägypten Heiliger Geist: Im Alten Testament handelt es sich bei dem Heiligen Geist um eine Personifizierung der Kraft Gottes, wie man noch an der Botschaft des Engels an Maria erkennen kann: "Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten." Im Neuen Testament gibt es auch Schriftstellen, in denen von dem Heiligen Geist als von einer dritten Person nach dem Vater und dem Sohn gesprochen wird.
Heilige Messe: ist der in der katholischen Kirche gebräuchliche Name für den die Wortverkündigung und Eucharistiefeier umfassenden Gottesdienst. Hodscha: muslimischer GeistlicherImam: Vorbeter in der Moschee; bei den Schiiten gottgeleiteter Führer der Gläubigen. Islam: Ergebung in Gottes Willen Islam: Hingabe, Unterwerfung; Gehorsam gegenüber Gott Jesus Christus: im christlichen Glauben der "Erlöser" JHWH (Jahwe): Name Gottes im Alten Testament, der nicht ausgesprochen werden darf, Bedeutung: "Ich bin der, der für euch da ist" Kaaba: (=Würfel) das Zentralheiligtum des Islam in Mekka, ein Bauwerk, 15m hoch, 12m lang und 10m breit, aus Stein, an dessen Südostecke ein schwarzer Meteorit eingemauert ist. Die Kaaba ist außen mit einem schwarzen Tuch umkleidet. Die Kaaba gab es schon in vorislamischer Zeit als Heiligtum. Mohammed übernahm sie, nachdem er die Gebetsrichtung der Muslime nach ihr ausgerichtet hatte. Kaddisch: Gebet der Trauernden für die Seele der Verstorbenen. katholisch: allumfassend; Kennzeichen aller Kirchen, die die ganze Wahrheit aller Menschen zu allen Zeiten verkünden wollen; Selbstbezeichnung der römischen Kirche Kippa: Kopfbedeckung eines jüdischen Mannes für das Gebet und den Besuch der Synagoge Konfirmation: Durch die Konfirmation wird man ein Mitglied der (evangelischen) christlichen Gemeinde mit allen Rechten und Pflichten. Koran: (Rezitation, Lesung), Heilige Schrift des Islam, Gottes Offenbarung koscher: Lebensmittel, die nach den Regeln des jüdischen Glaubens verzehrt werden dürfen. Kurzform des muslimischen Glaubens: Es gibt keine Gottheit außer Gott und Mohammed ist sein Prophet. Lade: Schrein in der Synagoge, in dem die Thora aufbewahrt wird. Magen David: der Davidstern. Das Symbol der Juden Mahdi: der am Ende der Zeiten vor allem bei den Schiiten erwartete Leiter der Gemeinde, der endgültig Frieden und Gerechtigkeit auf Erden bringen wird. Märtyrer: Ein Märtyrer ist eine Person, die sich für ihren Glauben, bzw. um ihren Glauben zu beschützen, opfert. Masel Tow: "Gutes Gestirn", "Viel Glück", jüdischer Glückwunsch Matze: ungesäuertes Passah-Brot Megilla: Schriftrolle, die die Geschichte Esthers (Purimgeschichte) erzählt. Menorah: siebenarmiger Leuchter Mesusah: Abschrift des Schma Israel auf Pergamentpapier in einem Holzkästchen, das von gläubigen Juden an ihrer Haustür befestigt wird, damit sie das Gebet immer vor ihren Augen haben, wenn sie ihre Wohnung betreten. Mihrab: Nische in der Wand einer Moschee, die den Muslimen die Gebetsrichtung nach Mekka zeigt. Minarett: Der Turm einer Moschee, von dem aus der Muezzin die Gläubigen zum Gebet ruft. Minbar: Predigtstufe für die Freitagspredigt, Kanzel in der Moschee. Mohammed: letzter Prophet im Islam Monotheismus: Der Glaube an einen einzigen Gott, welcher der Schöpfer und Erhalter der Welt ist. Im Wesen des Monotheismus liegt es, einen ausschließlichen und weltumfassenden Anspruch zu stellen. Die Anerkennung anderer Götter ist für ihn Sünde. Monotheistische Religionen sind das Judentum, das Christentum und der Islam. Moschee: ( =Anbetungsort) Bezeichnung für das islamische Gotteshaus, das in erster Linie Versammlungsort für das gemeinsame Gebet ist. Muezzin: der islamische Gebetsrufer, der täglich fünfmal die Gläubigen zum Gebet ruft. Mujahedin: heiliger Krieger im Islam, der für seinen Glauben kämpft Muslim: der, welcher den Willen Gottes erfüllt Ostern: An Ostern wird die Auferstehung Jesu gefeiert. Papst: ist das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche Passah: (auch Pesach) Jüdisches Fest zur Erinnerung an den Auszug aus Ägypten; Name auch für das christliche Abendmahl, das Jesus an Pesach, vor seinem Tod, mit seinen Freunden gefeiert hat. Wird einmal im Jahr gefeiert. Pfarrer: ist ein studierter Theologe, der die (evangelische) Gemeinde betreut. Priester: In der katholischen und orthodoxen Kirche geistlicher Amtsträger, der das Sakrament der Priesterweihe erhalten hat; die Kirchen der Reformation sprechen von einem allgemeinen Priestertum aller Gläubigen. Propheten: Eine religiöse Autorität (z.B. Moses, Mohammed, Amos),die von Gott Wahrheiten und Aufträge erhält. Meist soll sie die Menschen führen oder warnen. Purim: Erinnerungsfest an die Rettung der persischen Juden Rabbiner: (auch "Rabbi") Gesetzeslehrer und geistlicher Führer einer jüdischen Gemeinde Ramadan: Fastenmonat des Islam im 9. Monat des islamischen Jahres. In diesem Monat darf ein Muslim tagsüber nicht essen, trinken und rauchen. Zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang ist Essen und Trinken erlaubt. Reformation: Durch Martin Luther begann die Reformation. Die Reformation führte zu einer Umbildung der christlichen Kirche, dabei spaltete sie sich in die evangelische und katholische Kirche auf. Reich Gottes: Zentralbegriff in der Verkündung Jesu; er umfasst einen Aufruf zur Umkehr, die Verheißung von der Erneuerung der Welt und die Hoffnung auf Gottes Entschlossenheit zum Heil. Religion: Das Verhältnis des Menschen zu Gott, Göttern und numinosen Mächten bzw. zu dem, was heilig ist; R. äußert sich in Anbetung, Dank und Verehrung, Gebet und Opfer, Ritus und sozialem Engagement, in Glaube, Hoffnung und Liebe; sie kann auch pervertiert und missbraucht werden. Rosch ha-Schaná: jüdisches Neujahr Sabbat: Ruhetag von Freitagabend bis Samstagnacht Sakramente: (=Eid, Geheimnis, Gnadenmittel) Bezeichnung für äußere Zeichen, die in feierlicher Weise gespendet werden und göttliche Gnade vermitteln sollen. In der katholischen Kirche: Taufe, Abendmahl, Firmung, Ehe, Priesterweihe, Buße, Krankensalbung. In der evangelischen Kirche: Taufe, Abendmahl Sakristei: Ist ein Raum, wo sich die Pfarrer für den Gottesdienst vorbereiten. Sch’ma: wichtigstes Gebet der Juden Schaddei: "Allmächtiger" Schahada: das Glaubensbekenntnis des Islam, die erste Pflicht der Muslime. Scharia: ist zum Begriff für das islamische Recht geworden. Alle Taten des Menschen werden eingeteilt in pflichtmäßige, empfehlenswerte, erlaubte, verwerfliche und verbotene Taten. Die Trennung von Staat und Kirche in unserer Rechtsordnung ist mit der Scharia als Staatsrecht nicht zu vereinbaren. Schiiten: zweitgrößte Gruppe (10%) im Islam, die sich nach der "Schia" (d.h. "Partei", "Richtung") Alis nennt und diesen als rechtmäßigen Nachfolger Mohammeds ansieht. Schoa: (hebr. "Vernichtung", "Katastrophe") der von den Nazis geplante und organisierte Völkermord, bei dem ca. 6 Millionen Juden den Tod fanden; sie ist eine epochale Herausforderung für die Christenheit (Schuldfrage) und eine Anfrage an die Theologie (Theodizee). Seder: Festmahl während des Passah-Festes Sefer Thora: Schriftrolle Sieben Glaubensartikel im Islam: Ich glaube an Gott und an seine Engel, seine Bücher, seinen Propheten, an den jüngsten Tag, die Vorherbestimmung, das Gute und Böse und an die Auferstehung nach dem Tode. Soferet: Schreiber der Thora-Rollen Sunet: Beschneidung der muslimischen Jungen Sunna: Aussprüche und Gewohnheiten der Propheten, vorbildhaft für die Muslime. Sunniten: größte Richtung (90%) im Islam, die sich nach der Sunna nennt; sie halten an der Rechtmäßigkeit der ersten vier Kalifen fest. Sure: Kapitel aus dem Koran, der aus 144 Suren besteht. Synagoge: Kirche der Juden Synagoge: (=Versammlung) eine Versammlungsstätte der Juden zur Unterweisung im Gesetz. Synoptiker: die drei Evangelien nach Mt, Mk und Lk, die in vielen Stellen übereinstimmen. Tabernakel: Darin wird in der katholischen Kirche das Abendmahl (die geweihte Hostie) aufbewahrt. Talar: Das Gewand des Pfarrers, der Pfarrerin in der evangelischen oder des Priesters in der katholischen Kirche. Tallit: Gebetsschal Taufe: Durch die Taufe gehört man zur christlichen Religion. Tefillin: kleine schwarze Kästen, die an den Körper gebunden werden. Sie enthalten das Gebet Schma Israel. Tenach: 24 Bücher der jüdischen Bibel Theodizee: ist der Versuch, Gott dafür zu verteidigen, dass in seiner guten Schöpfung so viele Leiden und schlimme Dinge geschehen. Das geschieht z.B.: durch die Aussage, dass Gott die Menschen als widersprüchliche Geschöpfe mit Entwicklungsmöglichkeiten und Freiheit zu handeln und zu entscheiden geschaffen hat. Auch Krankheiten sind Teil dieser Unvollständigkeit, die im System des Lebens ihren Platz hat. Thora: (=Unterweisung, Gesetz) Teil der hebräischen Bibel, auch der Pentateuch (=Fünfrollenbuch) genannt, nämlich die fünf Bücher Mose. Thora: die ersten 5 Bücher des Alten Testaments Trinität Gottes: Man stellt sich Gott als 3 Personen vor: Vater, Sohn, Heiliger Geist. Trinität: (=Dreieinigkeit, Dreifaltigkeit) Lehre, dass Gott in drei Personen oder Seinsweisen eine Einheit darstellt, so z.B. im Christentum die Einheit von Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist. Weihnachten: (= heilige und geweihte Nacht) Es ist das christliche Fest der Geburt Jesu und damit der Menschwerdung Gottes. Yad: Zeigestock als Lesehilfe Zakat: Almosensteuer für die Armen, die dritte Pflicht der Muslime. Zehn Gebote: eine wichtige Glaubensgrundlage der christlichen Kirche; Sie stehen im Alten Testament und sind auch für die jüdische Religion von großer Bedeutung. Im Koran gibt es ebenfalls Regeln, die den Zehn Geboten entsprechen. Forum zu dieser SeiteBitte logge dich ein und schreibe den ersten Beitrag! |
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