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TraditionGibt es religiöse Familientraditionen?JudentumDie Familie bildet das Zentrum jüdischen Lebens. Der Vater und die Mutter ergänzen sich. Es ist gut viele Kinder zu haben. Je mehr Kinder man hat, desto mehr Segen hat man. Im Mittelpunkt der Familie steht der Vater. Er hat die offizielle Autorität und das letzte Wort in wichtigen Angelegenheiten. Die Aufgabe des Vaters ist die Vermittlung religiös – traditioneller Bräuche an die Kinder sowie die Vermittlung des Kultischen. In der Abwesenheit des Vaters vertritt ihn die Mutter. Sie trägt die Sorge für die ganze Familie. Dies beginnt mit der Einhaltung der strengen Religionsgesetze (z.B.: Speisegebote) und deren Weitergabe an die Kinder.
ChristentumDas christliche Familienideal ist stark von der Vorstellung der Kleinfamilie geprägt, die ihre Wurzeln im 19. Jahrhundert hat. Dies zeigt sich zum Beispiel an der Art, wie heute Weihnachten gefeiert wird. Wohlhabende Familien der Mittelschicht beeinflussen mit ihren Wertestandards das Verhalten der Menschen auch innerhalb der Kirchen. Die soziale Realität ist jedoch vielfach geprägt von unvollständigen Familien, oft auch von ungesicherter Existenz oder von "Patchwork" Familien. Deshalb kann man nicht von allgemein gültigen Familientraditionen im Christentum sprechen. Die traditionelle christliche Vorstellung vom gelungenen Leben beinhaltet:
Gelebte Solidarität, gemeinsame Feste, Gemeindearbeit, aktive Seelsorge mit Krisenberatung, christliche Kindergärten und Jugendarbeit, aber auch die Betreuung von alten Menschen bis hin zur Hospizarbeit gehören zu den Elementen, mit denen Christen heute versuchen, ein christliches Leben in Familien und in der Gesellschaft zu unterstützen.
IslamAllah macht keinen Werteunterschied zwischen Mann und Frau, also zwischen seinen "Geschöpfen". Daher steht die Bildung einer Familie im Zeichen des gegenseitigen Friedens, gegenseitiger Liebe und Barmherzigkeit und der daraus resultierenden Ausgeglichenheit. Laut der Lehre des Islams ist es das Ziel der Ehe, dass Mann und Frau Kinder bekommen und sie zu guten Muslimen erziehen. Kinder haben einen hohen Wert in der Familie, sie werden mit Vermögen und Reichtum gleichgesetzt. Daher wird Kinderreichtum von muslimischen Familien als Segen angesehen. Mann und Frau haben in einer Familie eine klar definierte Rolle. Der Mann muss arbeiten gehen und die Familie ernähren. Frauen haben die Aufgabe des Gebärens und der Erziehung der Kinder. Frauen dürfen Geschäfte abwickeln, egal ob sie verheiratet sind oder nicht. Die Rollen von Mann und Frau ergänzen sich gegenseitig. Sie stehen nicht in Konkurrenz miteinander. Trotzdem betont der Koran, dass der Mann die Entscheidungen in der Familie treffen soll. Forum zu dieser SeiteBitte logge dich ein und schreibe den ersten Beitrag! |
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