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Feste und Bräuche im Islam

Welche Feste gibt es und wie sind sie entstanden? Welche Bräuche werden gepflegt?

von Vanessa und Marco, Klasse 7R, und anderen

Das Opferfest wird auch "Das große Fest" genannt. Es wird am zehnten Tag des Wallfahrtmonats, nach dem Hadsch, gefeiert. Das Opferfest erinnert daran, dass Abraham einen seiner Söhne opfern sollte, jedoch im letzten Moment ein Engel den Sohn durch ein Lamm ersetzte. Am ersten Tag des Opferfestes treffen sich die Gläubigen in den Moscheen, wo ein besonderes Festgebet abgehalten wird. Nach dem Gebet wird die rituelle Schlachtung der Opfertiere, die mit dem Kopf in Richtung Mekka gelegt und nach festgelegten Regeln vom ältesten männlichen Familienmitglied geschlachtet werden, durchgeführt. Jedes erwachsene Familienmitglied sollte am ersten oder zweiten Tag des Opferfestes ein Schaf oder Kalb schlachten lassen. Das Fleisch des geschlachteten Tieres sollte in drei Teile aufgeteilt und an Familienmitglieder, Freunde oder Nachbarn und natürlich an Arme aufgeteilt werden. Es darf nach dem islamischen Religionsgesetz das Fleisch auch an jüdische und christliche Nachbarn weitergegeben werden.

 

Der Ramadan ist der 9. Monat des islamischen Mondkalenders. In diesem Monat soll Mohamed der Koran offenbart worden sein. So wie Mohamed es auch tat, sollen alle Muslime in diesem Monat von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang fasten. Fasten bedeutet für Muslime nicht essen und nicht trinken. Außerdem darf man keine Medikamente einnehmen, keine Zähne putzen und vieles mehr. Reisende, Kinder, Schwangere oder stillende Mütter müssen das Fasten jedoch nicht einhalten. In den 29 Tagen des Monats Ramadan sollen Moslems aber auch Streit vermeiden und Geld für die Armen spenden. Das Fasten soll also nicht nur den Körper, sondern auch den Geist und die Seele reinigen.

 

Das Ende des Ramadan wird mit dem Zuckerfest besonders gefeiert. Drei Tage dauert das Fest des "Fastenbrechens". In diesen drei Tagen besucht man Kranke und Verwandte, Kinder bekommen Geld oder Süßigkeiten, man beglückwünscht sich gegenseitig und feiert mit besonderen Speisen.

 

Quelle: S. Weiner, Der Islam, Auer 2002, Religionsordner


Forum zu dieser Seite

  • gast schrieb am 10.9.2008 um 07:38:31:
    Damals gab es noch keine Zahnpasta, also kann Zähneputzen nicht verboten sein. Man soll von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang nichts schlucken, aber wer schluckt schon freiwillig Zahnpasta. Wer ein Zahnpastaschlucker ist kann aber auch zum Zähne säubern die arabische Miskwak (Zweig vom Zahnbürstenbaum mit Zahnpflegenden Inhaltstoffen) benutzen. Medikamente sind erlaubt, da man nicht fasten darf wenn man krank ist und somit eh essen und trinken darf was man will. Was ist mit "vieles mehr" gemeint? 

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