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Fasten- und Speiseregeln

Was geschieht, wenn Muslime während des Ramadan nicht fasten?
Fasten Christen auch?
Wieso dürfen Juden und Moslems kein Schweinefleisch essen?

 

Judentum

"Alle Tiere, die gespaltene Klauen haben, Paarzeher sind und wiederkäuen, dürft ihr essen." (Lev 11,3). Fehlt eines der Merkmale, ist der Verzehr des Fleisches verboten. Als Beispiele werden in der Thora das Kamel, das Kaninchen und der Hase genannt, da sie zwar Wiederkäuer sind, aber keine gespaltenen Klauen besitzen. Das Schwein hat zwar gespaltene Hufen, aber es ist kein Wiederkäuer und ist deshalb ausdrücklich verboten. Vergleiche auch "koscheres Essen" im Kapitel Gesetze und Regeln!

 

Christentum

Fasten als Gestaltungselement des Lebens ist historisch in allen Religionen belegt und kommt in verschiedensten Formen vor: begrenzt auf bestimmte Zeitabschnitte, kollektiv oder individuell, als völliger oder teilweiser Verzicht auf Nahrungsmittel sowie auf bestimmte Dinge wie Genussmittel, Fleisch, Alkohol usw.

Im Alten Testament wurde gefastet, um von Gott Vergebung für einen schweren Fehler zu erlangen, aus Trauer über ein Unglück in der Familie oder im Volk oder um sich auf den Empfang einer göttlichen Offenbarung vorzubereiten. Der Gläubige fastete auch, um von Gott die Beendigung einer Katastrophe zu erwirken, um Gott zu etwas zu bewegen und von ihm etwas zu erzwingen. Jahwe sollte beschwichtigt und versöhnt werden.

Gegen ein solches Verständnis des Fastens zieht Jesus zu Felde. Jesus hat für seine Jünger kein Fasten angeordnet. Er erklärt aber den Menschen, worum es geht, wenn diese fasten wollen. Jesus selbst fastete 40 Tage in der Wüste. (Mt 4,1)

In Bezug auf dieses Fasten legte die Kirche die Länge der Fastenzeit auf 40 Tage und Nächte fest. Im christlichen Festkalender geht die österliche Fastenzeit dem Osterfest voran, das durch das Konzil von Nicäa 325 auf den ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond festgesetzt wurde.

 

Islam

Während des Ramadan müssen alle Muslime tagsüber fasten, ausgenommen sind Kinder, Kranke, Schwangere und Leute, die auf Reisen sind oder anstrengende Arbeiten durchführen. Diese sollen aber die versäumten Fastentage nachholen.

Wenn jemand nicht fastet, gibt es keine Strafe, jeder sollte das Fasten aus eigenem Antrieb ernst nehmen. Bei uns in der Schule können muslimische Jugendliche, die fasten, in den Pausen einen Ruheraum aufsuchen. Manchmal wird es einem Kind schlecht, dann soll es sich im Saniraum hinlegen und mindestens etwas trinken. 

Der Koran sagt: "Verboten hat Er euch nur Fleisch von verendeten Tieren, Blut, Schweinefleisch und Fleisch, worüber ein anderes Wesen als Gott angerufen worden ist." (2. Sure, Vers 174)


Forum zu dieser Seite

  • gast schrieb am 10.9.2008 um 08:42:20:
    Fasten ist für die Muslime, außer den oben genannten Ausnahmen, Pflicht! Wer seine Pflichten nicht erfüllt wird bestraft, egal ob das Fasten, Gebet, Armenabgabe oder Pilgern ist. Solche Sachen wie das Fasten mit einer Dattel und Milch brechen ist einem selbst überlassen, oder Gäste einladen im Ramadan ist auch freiwillig. 
  • Nayla_nazli schrieb am 10.12.2009 um 20:22:24:
    allso wenn man mall die bibel sich durchlisst richtig !!! dan weiss man das die ckristen eigendlich auch kein schweine fleisch essen dürfen ...doch die wirtschaft hat es einfach begraben 

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