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Geistliche

von Gennady (10Rc) und anderen

 

Wie heißen die Geistlichen und welche Rechte haben sie?

 

Judentum

Die jüdischen Geistlichen heißen Rabbiner, das heißt eigentlich Lehrmeister und war früher der Ehrentitel für Schriftgelehrte. Ein Rabbiner hat die Aufgabe, in religiösen Fragen zu beraten, weil er die Schriften besonders gut kennt. Der Rabbiner leitet oft die Gottesdienste in der Synagoge, wofür aber auch der Vorbeter zuständig ist. Ein Rabbiner ist nicht mit einem christlichen Pfarrer zu vergleichen, weil jeder Jude in der Gemeinde einen Gottesdienst halten kann. Der Segen kommt nach jüdischer Vorstellung direkt von Gott, deshalb benötigt die Gemeinde keinen Vermittler, jeder kann aus der Thora vorlesen. Der Rabbiner ist aber für die Seelsorge in der Gemeinde zuständig, das heißt, er berät die Menschen, wenn sie Probleme haben.

 

Christentum

Es gibt Pfarrerinnen und Pfarrer (evangelisch) und Priester (katholisch), sie leiten den Gottesdienst, predigen in der Kirche der Gemeinde das Wort Gottes, sie taufen die Kinder, sie trauen die Brautpaare und sie sind bei einer Beerdigung dabei und trösten die Verwandten. Außerdem kümmert sich ein christlicher Geistlicher auch um Jugendliche oder um Leute, die Probleme haben. Manchmal organisiert er auch Gemeindefeste. Einige Pfarrer halten auch Religionsunterricht in der Schule. Die Geistlichen haben Theologie studiert. In der katholischen Kirche darf nur der Priester das Abendmahl durchführen. Er darf auch nicht heiraten, weil er sich nur um die Gemeinde kümmern soll. 

 

Islam

Der Imam bedeutet im Koran soviel wie Vorbild oder Führer. Er gilt als geistiger Nachfolger des Propheten Mohammed. Er handelt in dessen Namen. Der Imam leitet den Gottesdienst in der Moschee. Er ist Vorbeter und auserwählt, die Gläubigen während des Gebets zu führen. Nach der Überlieferung kennt er die göttlichen Gesetze ganz genau und erklärt sie den Menschen. Die Muslime sollen den Riten, die der Imam während der Gottesdienstes vorgibt, folgen. Zum Beispiel, wenn er sich verbeugt, sollen die Betenden sich ebenfalls verbeugen. Wenn er Gott dankt, sollen sich die Gläubigen ebenfalls bei Gott bedanken.

 


Gibt es ein Zölibat?

Judentum

Diese Frage wird noch beantwortet.

 

 

 

Christentum

"Zölibat" kommt von "caelebs" - lat.: unverheiratet. Als den Zölibat bezeichnet man die Jungfräulichkeit und Ehelosigkeit der Priester. Der Zölibat existiert in verschiedenen religiösen Traditionen, so z.B. im alten Judentum, bei Mönchen und Nonnen im Buddhismus und Hinduismus. In der katholischen Kirche ist der Zölibat seit dem 6. Jahrhundert für alle Geistlichen vorgeschrieben. In der römisch-katholischen und in der orthodoxen Kirche gilt der Zölibat für Angehörige der Ordensgemeinschaften. In der Ostkirche dürfen Geistliche, die in der Gemeinde tätig sind, vor der Ordination heiraten, während Bischöfe den Zölibat befolgen.

Beim Priesterzölibat und beim Zölibat der Ordensleute ist der Zölibat immer auch Pflichtzölibat, d.h., der Zölibat ist Voraussetzung für die Zulassung zum Amt. Es handelt sich dabei aber um einen freiwilligen Eintritt. Die Priester und Ordensleute machen es freiwillig. Keiner wird gezwungen in den Orden bzw. den Priesterstand einzutreten.

In der Bibel ist zwar die Rede von der Jungfräulichkeit, aber nicht direkt vom Pflichtzölibat. Zitat von Jesus: "Jeder, der um des Reiches Gottes willen Haus oder Frau, Brüder, Eltern oder Kinder verlassen hat, wird schon in dieser Zeit das Vielfache erhalten und in der kommenden Welt das ewige Leben." (Lk 18, 28f)
Um es kurz und schmerzlos zu machen: Es gibt keine zwingende theologische Begründung. Aber es gibt gute Gründe für die verpflichtende Ehelosigkeit des Priesters. Z.B. Der Bischof wählt seine Priester frei. Und in der katholischen Kirche ist es Tradition, ehelose Priester zu wählen. Der Grund: es heißt, dass die Kirche die Menschen wählen soll, die in der ausdrücklichen Liebesbeziehung zu Gott stehen.

 

Islam

Diese Frage wird noch beantwortet.

 

 


Forum zu dieser Seite

  • Winkler schrieb am 5.7.2006 um 22:28:00:
    Als Hinweis bzw. Ergänzung zu eurer Seite über Geistliche will ich kurz mitteilen, was alles zu meinen Aufgaben als evangelische Pfarrerin gehört. Ihr habt tatsächlich das meiste schon erwähnt. Ich gebe Unterricht in der Schule und auch am Nachmittag für die Jugendlichen, die sich konfirmieren lassen wollen, ich halte Gottesdienste und die sogenannten Kasualien (Taufe, Trauung, Beerdigung und manchmal auch Gottesdienste zu besonderen Gelegenheiten wie z.B. Goldener Hochzeit). Zu meinen Aufgaben gehört auch die Seelsorge, d.h. Gespräche mit Menschen in oft schwierigen Situationen. Ältere Menschen werden bei besonderen Geburtstagen besucht oder wenn sie krank oder pflegebedürftig sind. Manchmal klingeln auch Menschen an der Tür und brauchen Geld, etwas zu essen oder andere Unterstützung. So habe ich viel zu tun mit Menschen, die am Rand unserer Gesellschaft leben wie z.B. Obdachlose. Dann bin ich in den verschiedenen Gruppen der Gemeinde und halte einen Vortrag oder gestalte einen Nachmittag mit Programm. Es gibt also immer etwas Neues und viele verschiedene Dinge zu tun, die nicht alle direkt etwas mit Glaubensfragen zu tun haben. So ist auch viel Verwaltungsarbeit zu tun, z.B. wenn etwas gebaut wird oder neue Erzieherinnen eingestellt werden im Kindergarten. Viele Gemeinden haben nämlich eine ganze Reihe von Mitarbeiter/Innen.
    Ich hoffe, ich kann bald etwas mehr von euren Seiten lesen. Für heute viele Grüsse.

    Pfarrerin Winkler aus Bad Homburg 
  • bulky schrieb am 12.1.2009 um 12:49:12:
    Das Zölibat ist unbiblisch: Greber BIBEL: "Für das Amt eines Bischofs kommt nur ein Mann in Frage, dem keiner etwas vorwerfen kann; er muss ferner VERHEIRATET sein und seiner Frau stets die Treue gehalten haben; er muss nüchtern, verständig, ehrenhaft, gastfreundlich und fähig sein, andere zu belehren" --- Luther BIBEL: "Es soll aber ein Bischof unsträflich sein, EINES WEIBES MANN, nüchtern, mäßig, sittig, gastfrei, lehrhaft" - 1.Timotheus 3:2

    Es heißt sogar über die Beschreibung des christlichen Abfalls, im 1. Timotheus 4:1-3 der Bibel:

    „Der Geist aber sagt ausdrücklich , daß in späteren Zeiten etliche von dem Glauben ABFALLEN werden, indem sie achten auf betrügerische Geister und LEHREN von DÄMONEN, die in Heuchelei Lügen reden und betreffs des eigenen Gewissens wie mit einem Brenneisen gehärtet sind, VERBIETEN zu HEIRATEN , und gebieten, sich von Speisen zu enthalten , welche Gott geschaffen hat zur Annehmung mit Danksagung für die, welche glauben und die Wahrheit erkennen.“

    Übrigens fällt auch das Fasten unter diese „Lehre von Dämonen“. - LAUT BIBEL! 
  • bulky schrieb am 12.1.2009 um 12:55:04:
    Obwohl die Bibel gemäß 1. Timotheus 2:11, 12 (z.B. Albrecht BIBEL: „Ich erlaube KEINER FRUA, (öffentlich) ZU LEHREN oder sich über den Mann zu stellen; sondern sie soll sich still verhalten.“) einer Frau NICHT gestattet, Autorität über einen Mann in der Christenversammlung auszuüben, entschied die Evangelische Landeskirche in Baden, dass Frauen auch Landesbischof werden könne. Diese Verfassungsänderung wurde mit 40 gegen 4 Stimmen bei 7 Enthaltungen von der Synode beschlossen. Der Satz, der jetzt die drei Paragraphen und den Abschnitt ersetzt, mit denen bisher die landeskirchliche Grundordnung der Pfarrerin die volle Gleichberechtigung mit dem Pfarrer zwar grundsätzlich zugestand, praktisch jedoch versagte, heißt: „Pfarrer im Sinne der Grundordnung ist auch die Pfarrerin.“ Die Verfassungsänderung wurde von Landesbischof Prof. D. Hans-Wolfgang Heidland mit dem Argument begründet, daß die Unterordnung der Frau unter den Mann im sogenannten Neuen Testament nicht „heilsgeschichtlich, sondern zeitgeschichtlich bedingt gewesen sei“. „Wir haben die Aufgabe, uns von Traditionen zu trennen, wenn die Zeit uns zumutet, einen Schritt weiterzugehen“, sagte Heidland. Diese von dem Landesbischof geäußerten Worte stehen direkt im Gegensatz zu der Auffassung der Bibel. Sollte man jedoch nicht der Bibel in allen Punkten folgen? Gewiß! 

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