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Verbote und Regeln

von Stefanie und Ana (10Rc) und anderen

Welche Verbote gibt es? Welche Regeln sind wichtig?

Judentum 

Moses Maimonoides, ein bedeutender Rabbiner, lehrte, dass niemand das Recht hat, sein eigenes oder ein anderes Leben zu gefährden. Trotzdem rauchen viele Juden.

In der Thora sind die Gebote (Mitzwot) aufgeführt, an die sich gläubige Juden halten müssen.

Im Talmud werden 248 Gebote (einschließlich der 10 Gebote) und 365 Verbote aufgeführt. Dazu gehören die Ehegesetze, das Zivilrecht, die Reinigungsvorschriften, die Trauervorschriften und die Speisevorschriften

"Du sollst ein Zicklein nicht in der Milch seiner Mutter kochen." (Ex 23,19 und 34,26; Dt 14,12). Das Essen und Kochen von Milchprodukten zusammen mit Fleisch ist deshalb verboten.
Wenn man z.B. als Hauptgericht Fleisch gegessen hat, so muss man warten, bis das Fleisch verdaut ist (in der Regel 6 Stunden), bevor man eine Milchspeise zu sich nehmen darf oder man benutzt Sojamilch als Ersatz. Die Milchspeisen sind nach einer halben Stunde verdaut. Selbst die Töpfe, Geschirr (außer Glas, das gilt als neutral), Besteck, Tisch- und Küchentücher werden für "Milchiges" und "Fleischiges" getrennt.

Da Fisch, Obst und Gemüse, Eier, Pflanzenöl und Pflanzenmargarine als neutral gelten, kann man diese mit Fleisch- und Milchspeisen verzehren.

Jüdische Männer tragen ein Käppchen als Zeichen ihres Respekts vor Gott. Streng religiöse Juden tragen immer eine Kopfbedeckung, weil sie der Meinung sind, dass Gott allgegenwärtig ist. Es gibt aber auch Männer, die das Käppchen nur dann tragen, wenn sie in einer Synagoge, also einem Gotteshaus, sind. Es gibt unterschiedliche Meinungen dazu, wann man das Käppchen tragen sollte.

 

Christentum

Gebote sind sehr wichtig für uns Menschen. Ohne Gebote und Regeln würden die Menschen schlechter miteinander leben. Sie dienen als Stütze und Leitfaden. Jede Familie hat Gebote, die das Zusammenleben leichter machen sollen. Wenn man gewisse Gebote nicht einhält, kann man sich und anderen Menschen das Leben schwer machen. Sie helfen uns unsere Ziele, die wir uns setzen, zu erreichen.

Die 10 Gebote schreiben vor, was man machen soll und was nicht:

  1. Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
  2. Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen.
  3. Du sollst den Feiertag heiligen.
  4. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.
  5. Du sollst nicht töten.
  6. Du sollst nicht ehebrechen.
  7. Du sollst nicht stehlen.
  8. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
  9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.
  10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.

Es gibt bestimmte Dinge, die man am Sonntag nicht macht, wie z.B. Wäsche waschen oder die Straße kehren. Der Sonntag soll ein Ruhetag für die Familie sein, weil Gott sich am siebten Tag nach der Schöpfung auch ausgeruht hat.

Christen nehmen eine Mütze ab, wenn sie eine Kirche betreten, und wollen auf diese Weise ihren Respekt vor Gott zeigen. Evangelische Christen müssen nicht in die Kirche gehen, sie können sonntags den Gottesdienst besuchen. Katholische Christen müssen in die Messe gehen.

 

Islam

Die 10 Gebote werden im Koran in der 17. Sure erwähnt: "Wir gaben Moses die Schrift und machten sie zu einer Führung für die Kinder Israels". Es gibt eine Reihe von Regeln im Koran, die den 10 Geboten entsprechen. Das ist der unbedingte Glaube an einen Gott und das Bilderverbot. Auch darf der Name Gottes nicht missbraucht werden. Der Freitag muss als Gebetstag eingehalten werden und die gegenseitige Achtung von Eltern und Kindern ist eine Pflicht. Man darf nicht stehlen oder lügen. Töten ist verboten (Ausnahmen! Suren 6:151, 17:33, 25:68).

Muslime folgen den Lehren des Koran und der Sunna. Sunna bedeutet Brauch und geht auf das Vorbild Mohammeds zurück. Koran und Sunna stellen einen für alle Muslime verbindlichen moralischen, sozialen und ethischen Kodex dar, der im Alltagsleben eingehalten werden muss. Dieser Kodex bildet die Grundlage für die Scharia, das Gesetz des Islam. Muslime glauben, dass die Gesetze des Islam eine von Allah verkündete Wahrheit sind und daher dessen Regeln von allen befolgt werden müssen. Es gibt Richtlinien für alles, was Muslime tun. Was Sie anziehen und wie sie sich waschen sollen, was und wie man kocht, wie sie sich beim Beten, in der Gemeinschaft, in der Familie und im Geschäftsleben verhalten sollen.
Bei Muslimen gibt es die Kopftuchpflicht für Frauen ab dem Tag, an dem sie zum ersten Mal ihre Periode hatten, und die Kopfbedeckung für Männer, wenn sie in die Moschee gehen. Muslime gehen jeden Freitag in die Moschee und beten täglich mehrfach.

Die fünf Säulen des Islam enthalten wichtige Regeln:

Die 1. Säule besagt, dass jeder Muslim werden kann, der aufrichtig und öffentlich das Glaubensbekenntnis, die Shahada, spricht. Die Shahada sagt:" Es gibt keinen Gott außer Allah, und Mohammed ist sein Prophet."

Die 2. Säule ist das Gebet "Salat", welches fünfmal täglich zu verrichten ist. Gläubige Muslime beten morgens, mittags, nachmittags, bei Sonnenuntergang und nachts. Vor dem Gebet waschen sie, wenn möglich, ihren Kopf, ihr Gesicht, ihre Arme und Füße.

Die 3. Säule ist die Verpflichtung diejenigen zu unterstützen, die Hilfe benötigen. Die Pflicht, Almosen zu geben, wird Zakat genannt.

Die 4. Säule ist die Pflicht des Fastens der Muslime im Monat Ramadan und wird Sawm genannt.

Die 5. Säule ist die Pilgerfahrt nach Mekka.

 


Forum zu dieser Seite

  • Schueler-GaG schrieb:
    Wir versuchen so gut es geht die Gebote & Regeln unserer Religion einzuhalten. Wir gehen zwar nicht regelmäßig in die Kirche aber die Fastenzeit befolgen wir, wie es uns vorgegeben ist. Wir essen Freitags kein Fleisch. Wir finden das unsere Fastenzeit nicht so hart ist, wie die bei den Muslimen. Doch es ist sehr interessant, zu erfahren wie die Gebote und Regeln der anderen Religionen sind.

    Stefanie und Ana (10Rc) 
  • GirlyGirl schrieb am 13.9.2006 um 11:33:14:
    hallo!^^
    Diesen tollen Beitrag haben ich, Mursal, mit dem Björn aus der 10aG bearbeitet und geschrieben!
    Also lest es durch, es ist sehr interessant und man kann sehr viele neue Dinge erfahren! =)
    Viel Spaß
    PS: Stefanie und Anna haben es fertig gemacht 
  • Turkishlady schrieb am 8.5.2007 um 18:21:48:
    Also ich finde das als Muslimin gar nicht so schlimm (Fastenzeit) es ist auch nicht sooo hart... sondern wenn du es gerne machst und daran glaubst dann ist es sehr einfach... z.B wir Muslimen beten 5mal am Tag was denkt ihr wie wir das machen???.... Natürlich weil wir daran glauben und es mit Liebe machen und auch möchten... GAR NICHTS IST SCHWER... SOLANGE WIR DARAN GLAUBEN WIRD ALLAH UNS SCHON HELFEN!!!... Grüsse aus der Schweiz... 
  • navi schrieb am 6.6.2007 um 18:49:30:
    hi leute,
    hat mich gefreut eure beiträge zu lesen...:)
    ich selbst bin ein in deutschland geborener und lebender muslim, und hab folgendes an den obigen Ausführungen zu bemängeln:
    Zu den fünf Säulen des Islams: ich glaube es wurde die 3. mit der 4. Säule vertäuscht.
    An 3. Stelle kommt das Fasten und an 4. Stelle das Zakat zahlen also das Spenden bzw. die Unterstützung von hilfebedürftigen Menschen.
    Zu der Kopftuch-"pflicht" steht oben geschrieben:
    "Bei Muslimen gibt es die Kopftuchpflicht für Frauen ab dem Tag, an dem sie zum ersten Mal ihre Periode hatten..."
    Soweit ich weiß ist die Kopftuchplicht nicht im Qur'an selbst verankert. Es heißt nur das die Frau mit ihren Reizen nicht spielen soll, und diese statt dessen bedecken soll. Es kann daraus eine Kopftuchpflicht abgeleitet werden, wenn man die Haare bzw. den Kopf als "Reize" im Sinne des bestimmten Qur'an Vers interpretiert. Dies ist auch gut vertretbar. Dass die Frau aber zum Tragen des Kopftuchs "nach der ersten Periode verpflichtet ist" erscheint mir aber sehr fraglich?
    Vielleicht könntet ihr das ja entsprechend korrigieren oder dazu Stellung nehmen.
    danke...gruß....:) 
  • gast schrieb am 10.9.2008 um 08:26:16:
    Hallo Navi!
    Da hast du einerseits Recht, die Säulen sind vertauscht. Aber was das Kopftuch angeht, da sieht es folgendermaßen aus: Im Koran steht mehrfach, dass man sich an die Aussagen und Gesetze von Mohammad (s.) halten soll. Und Der Prophet (s.) hat gesagt, dass von einer Frau ab ihrer Periode nur noch Gesicht und Hände zu sehen sein dürfen. Außerdem soll man sich als Moslem von den Nichtmuslimen unterscheiden, damit man sich gegenseitig erkennt. Die Männer haben dafür ihren Bart und die Frauen ihre Kopftücher. Es gibt auch einen Hadith (eine Üerblieferung) in dem berichtet wird, dass eine Frau Muslime geworden ist und den Hidjab (Kopftuch) angezogen hat. Sie tat dies, weil alle Muslime dies getan haben. Und sagen wir mal du hast die wahl zwischen zwei Frauen. Beide haben alles gleich, die Augen, Nase, Körper, also Zwillinge. Aber eine von ihnen hat eine Glatze und die andere schöne lange gepflegte Haare. Welche würdest du nehmen? Ich schätze mal die mit den Haare, weil diese die Frau schmücken und noch schöner macht. Also ist es ihr Schmuck. Und wie du ja selber schon geschrieben hast steht im koran, dass die Frauen ihre Reize/Schmuck verbergen sollen!
    Gruß 
  • MILFhunter schrieb am 30.11.2009 um 09:10:11:
    Hey Leute uch hab ne Frage...
    Darf man sich im Judentum vor seinen Eltern freizügig demonstrieren?
    Ich habe gehört, dass das verboten sei...bitte um schnelle Rückmeldung! 
  • nickiFunny schrieb am 14.11.2012 um 21:45:03:
    Turkishlady: JAAA passt schon, brauchst nicht gleich stur sein und dich aufzuregen anstatt ihr den Islam mehr zu erklären, regst du dich auf !! WAS SOLL DAS ?? Natürlich sagt man dann, dass Muslime dumm sind usw.. 
  • janus schrieb am 6.8.2013 um 11:41:36:
    Sehr übersichtlich gestaltet und sehr authentisch. Vielleicht sollte man erwähnen, dass Juden koscher essen, wie hier angesprochen wurde. Zum Christentum gehört gesagt, dass Priester/Pfarrer nicht Heiraten dürfen, das sogenannte Zölibat. Weiteres befolgt das Christentum genau die gegensätzlichen Gebote des Jesus, nämlich Blutvergießen und fehlende Toleranz.... 

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