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Gewaltvon Sabrina, Matthias, Kai (15), Esra (16), Tuba (18), Anja (15), Marc (14)Was sagen die Religionen zur Todesstrafe?JudentumFrüher wurden die Straftäter hart nach klaren Richtlinien bestraft. Die schwersten Verbrechen (Hexerei, Götzenverehrung, Mord) wurden mit dem Tod bestraft. Aber man brauchte erst eindeutige Beweise für die Untat. Es kam nicht oft zu einer Todesstrafe, weil sich die Beweise nicht finden ließen und die Richter der Regel unterworfen waren, keinen Unschuldigen zu töten. Die Bestrafungen wurden nach den Schriften der Tora oder dem Talmud durchgeführt. Es wurde, so weit es möglich war, die Todesstrafe vermieden. Das Recht des Staates Israel sieht keine Todesstrafe vor. Es gilt, dass Juden nicht über das Leben der anderen Juden entscheiden dürfen, doch gilt das Recht ganz allgemein, auch für Nichtjuden in Israel. Schon vor der Staatsgründung plädierte der Oberrabbi für die Abschaffung der Todesstrafe. 1954 wurde sie dann offiziell abgeschafft.
ChristentumDie Todesstrafe ist sehr umstritten. In vielen Ländern ist sie bereits verboten. In den USA gibt es in der Rechtssprechung der einzelnen Staaten große Unterschiede. Es gibt dort Christen, die sagen, die Todesstrafe sei die passende Strafe für jemanden, der selbst tötet. Dagegen kann man sagen, dass die Todesstrafe die grausamste und unmenschlichste Form der Bestrafung ist. Außerdem steht es Menschen nicht zu, einem anderen Menschen das Leben zu nehmen. Bei uns in Deutschland sind die meisten Christen der Meinung, dass jeder Straftäter die Möglichkeit haben muss, Vergebung von Gott und der Gesellschaft zu erfahren. Hier sind Verbrechen zwar verboten, werden aber in keinem Fall mit dem Tod bestraft. Christen glauben an einen gerechten Gott, deshalb sind sie gegen die Todesstrafe. Sie sind für die Vergebung der Sünden durch Beichten. Sie glauben an einen gerechten Gott, der nicht will, dass sich die Menschen gegenseitig töten.
IslamIm Islam gibt es keine Todesstrafe. Es ist verboten, einem Lebewesen etwas Schlimmes anzutun. Die Todesstrafe wird nur in machen Ländern benutzt. Die Todesstrafe hängt nicht von der Religion ab, sondern von den politisch Kräften eines Landes. Leider gibt es Staaten, in denen es eine Todesstrafe gibt, zum Beispiel für Muslime, die zum Christentum übertreten. In diesem Jahr gab es so einen Fall in Afghanistan. Sie haben es mit der Scharia, dem islamischen Recht, begründet. Viele Muslime sind darüber empört, weil sie die Todesstrafe ablehnen.
Ist Gewaltausübung erlaubt?JudentumGewaltausübung wird wie in den anderen Religionen bestraft. Das heißt also, dass Gewaltausübung verboten ist. Früher wurde ein Straftäter nach den Schriften der Tora oder des Talmuds bestraft. Heute gibt es drei Möglichkeiten, durch die man Reue zeigen kann:
Im Judentum gab es viele Kriege, die in Schriften festgehalten sind. Es kam zu diesen Kriegen, als die Juden Israel erobern wollten. Trotzdem steht in den heiligen Schriften, dass Kriege nur als letzter Ausweg genutzt werden dürfen. So war es das Ziel jedes jüdischen Propheten, Frieden zu schaffen. Die Juden glauben, dass man immer seinem Gegner verzeihen sollte. Ein Verbrechen wie den Holocaust aber können Menschen nicht vergeben, diese Entscheidung liegt allein bei Gott.
ChristentumAlle Christen wünschen sich Frieden. In der Bibel nennt man Gott "Gott des Friedens" Die christliche Botschaft beinhaltet den Glauben, dass Jesus den Menschen Frieden mit Gott und mit sich selbst brachte. Es wird gesagt, wer sich für den Frieden mit Gott und den Menschen einsetzt, führt aus christlicher Sicht das Werk weiter, für das Jesus starb. Jedoch ist Frieden nur möglich, wenn jeder Mensch einen Platz in einer gerechten und humanen Gesellschaft hat.
IslamGott hat uns erschaffen und nur er kann uns das Leben wieder nehmen. Der Mord an einem anderen Menschen wird von Gott nicht verziehen. Das gilt auch für Mörder, die im Namen des Glaubens andere umbringen. Das Wort Islam bedeutet Unterwerfung sowie Frieden. Um Frieden herstellen zu können, muss manchmal auch Krieg geführt werden. Eigentlich ist der Islam für eine friedliche Gesellschaft, die unter der Herrschaft von Allah in Frieden und Harmonie lebt. Der große Dschihad wird als innerer Krieg gegen sich selbst und das Böse bezeichnet. Der kleine Dschihad wird als Krieg gegen die Feinde des Islams bezeichnet. So ein Krieg darf nur geführt werden, wenn es einen Angreifer gibt. Wer nach einem Krieg stirbt, kommt nach muslimischen Vorstellungen sofort in den Himmel.
Soll ein Mensch für seinen Glauben sterben?JudentumDiese Frage muss noch beantwortet werden!
ChristentumFrüher sind Christen für ihren Glauben gestorben, weil sie wegen ihres Glaubens verfolgt wurden und weil sie sich nicht an andere Religionen anpassen wollten. Heute würde wahrscheinlich kein Christ mehr für seinen Glauben sterben wollen. Wenn man verfolgt wird, würde man versuchen abzuhauen.
IslamNormalerweise ist Gewalt im Islam verboten, aber trotzdem wird Gewalt ausgeübt. Viele Muslime töten für die Ehre, wenn zum Beispiel die Ehre der Familie befleckt worden ist. Andere machen Attentate, da sie meinen, dass sie für die Freiheit und ihr Land kämpfen müssen. Wenn man angegriffen wird, so ist es erlaubt Gewalt anzuwenden, da es Notwehr ist. Viele Muslimen sterben für ihren Glauben, da sie nicht in Schande sterben wollen, sondern nach dem Tod von Gott in das gelobte Land gelassen werden wollen. Die Anschläge erfolgen meistens von Attentätern, die für ihren Glauben sterben wollen.
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