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Liebe und Sexualitätvon Christiane, Anna, Elisa (9G, Altkönigschule Kronberg) und anderen (10R, GaG)
Ist Sex vor oder außerhalb der Ehe erlaubt?JudentumEs gibt einige Vorschriften, die die Sexualität betreffen. Die meisten Vorschriften sind in den drei monotheistischen Religionen gleich. Dazu gehört zum Beispiel, dass man erst dann Sex haben darf, wenn man verheiratet ist. Geschlechtsverkehr, der innerhalb einer Ehe stattfindet, ist dann ein heiliger Akt, mit dem man Gott huldigt und ist ausdrücklich vorgeschrieben. Der Geschlechtsverkehr ist also auch eine Art Gottesdienst und wird nicht nur zur reinen Fortpflanzung ausgeübt.
ChristentumMänner und Frauen sind heute sexuell gleichberechtigt, sie haben beide die gleichen Rechte. Aus der Bibel kann man schließen, dass Sex vor der Ehe verboten ist, doch genau wird es nicht gesagt. Früher galt Sexualität vor oder außerhalb der Ehe als schwere Sünde. Sex sollte nur der Fortpflanzung dienen und nicht dem reinen Vergnügung. Man sollte nur aus Liebe Sex haben. Laut der Bibel haben die Menschen den Auftrag "fruchtbar zu sein" und sich zu "vermehren" (Gen 1,28). Geschlechtsverkehr zur Fortpflanzung ist also gewünscht. Aber auch die Liebe zwischen den Partnern ist wichtig. Ehebruch ist eindeutig verboten (10 Gebote).
IslamIm Islam ist Sex ist nur in der Ehe erlaubt. Natürlich auch nur mit dem Ehepartner. Mit anderen zu schlafen ist verboten. Sex dient dazu, Kinder zu zeugen und wenn Menschen sich lieben, verbindet es sie. Deshalb ist Sex etwas Gutes. Viele Muslime nehmen ihre Religion sehr ernst. Deshalb heben sie sich, wie es die Tradition will, für die Ehe auf. Es gilt: Kein Sex vor der Ehe. Auch in anderen Religionen ist der Platz für Sex in der Ehe. Auch viele Christen halten sich daran. Da der Islam die Sexualität für etwas Gutes hält, sollte jeder Moslem und jede Muslima irgendwann heiraten. So etwas wie Mönche oder Nonnen gibt es nicht im Islam.
Gibt es besondere Verhaltensregeln für Mädchen?JudentumDie Frage muss noch beantwortet werden.
ChristentumNein, außer dass es auch unter den christlichen Eltern welche gibt, die strenger sind und ihren Töchtern nicht so viel erlauben wie den Jungen. Einige Mädchen dürfen keinen Freund haben, wenn sie noch nicht 16 sind.
IslamMädchen, die in die Pubertät kommen, also ihre Periode bekommen, sollen im Islam ihre Reize verbergen. Schöne lange Haare gehören dazu. (vgl. Sure 33,59). Meistens werden die muslimischen Mädchen strenger erzogen als die Jungen. Oft wacht die ganze Familie darüber, dass die Mädchen keine sexuelle Beziehung vor der Ehe eingehen. Es gibt Väter, für die die Jungfräulichkeit der Tochter eine Frage der Familienehre ist. Bei uns in der Schule gibt es Mädchen, die zum Beispiel von ihren Brüdern sehr stark überwacht werden, obwohl sie von sich aus keine Beziehung zu einem Jungen aufnehmen würden. Viele Mädchen wollen bewusst mit dem Sex warten, bis sie heiraten. Es gibt aber auch muslimische Mädchen, die sagen, sie wollen selbst entscheiden, ob sie einen Freund haben wollen. Manchmal sehen die Eltern das locker und erlauben die Freundschaft.
Was sagen die Religionen zur Verhütung von Schwangerschaften?JudentumDas Judentum ist eigentlich gegen Geburtenkontrolle und Abtreibung, wenn es aus egoistischen Gründen betrieben wird. Wenn aber ein Ehepaar Kinder plant, dürfen sie für die Familienplanung Verhütungsmittel benutzen. Manche Verhütungsmittel sind allerdings nicht erlaubt: Mittel, die den Samen des Mannes zerstören und Kondome. Die Pille ist erlaubt. Das Kondomverbot ist für die strengen Juden wichtig, die Sex in der Ehe haben und keine wechselnden Partner. Wegen AIDS sollte jeder andere immer an Kondome denken!
ChristentumFür evangelische Christen ist Verhütung erlaubt. Sie entscheiden selbst, wann sie Kinder haben wollen. Sie entscheiden auch selbst über die Art der Verhütung. Die katholische Kirche verbietet Verhütung, aber viele katholische Christen halten sich nicht daran. Der Papst verbot die Pille, Kondome und andere Methoden. Doch das verärgerte zahlreiche Katholiken, weil sie diese Regeln nicht akzeptieren können. Armut oder Aids sind wichtige Gründe, die Verhütung und das Kondom notwendig machen.
Islam
Der Islam erlaubt alle Arten von chemischen und mechanischen Verhütungsmittel, außer die Sterilisation, wenn die Frau unfruchtbar wird.
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