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Beerdigung

Wie sieht die Beerdigung aus?

Judentum

Eine jüdische Beerdigung ist genau so wie jede andere Beerdigung eine ernsthafte und auch traurige Sache. Man sollte dem Toten Respekt entgegenbringen und sich still verhalten. Jüdische Beerdigungen sind sehr schlicht. Man versammelt sich in einem Raum, wo ein Rabbiner kurze Gebete spricht und dann kann einer aus der Familie eine Rede halten, wenn er das möchte. Dann begleitet man den Sarg zum Grab, wo der Mensch dann beerdigt wird.

Man kleidet sich nicht anders als bei einer christlichen Beerdigung. Die meisten Menschen werden sich wohl eher dunkel kleiden. Das liegt aber nicht daran, dass es vorgeschrieben ist. Wenn man traurig ist, zieht man normalerweise keine farbenfrohe Kleidung an, weil einem einfach nicht danach zumute ist. Enge Familienmitglieder des Verstorbenen, also zum Beispiel die Kinder, der Ehepartner oder die Geschwister machen sich einen Riss in ihre Kleidung, um die Trauer und die innere Zerrissenheit zu zeigen, die man empfindet. 

 

Christentum

Wenn ein Mensch gestorben ist, wird der Pfarrer oder der Priester verständigt. Manchmal haben sie den Sterbenden schon vor dem Tod besucht. Viele Menschen haben Angst vor dem Tod und die Familienmitglieder sind zu traurig und können nicht richtig mit dem Kranken sprechen, deshalb kann der Pfarrer besser trösten. Bei den Katholiken gibt es die Krankensalbung als Sakrament. Vorher kann der Sterbende noch beichten, damit Gott ihm die Sünden vergibt. Die Pfarrer bereiten mit der Familie die Beerdigung vor. In der Predigt bei der Beerdigung gehen die Pfarrer dann auf die Frage ein:

Wenn wir sterben, was passiert dann? Menschen, die sterben, werden wieder zu Erde. Das wissen wir und die Bibel weiß das auch. Du bist Erde und wirst wieder zu Erde werden, das gehört zum Geschöpf-Sein und Begrenzt-Sein des Menschen.

Die Bibel antwortet uns darüber hinaus aber in vielen anderen Bildern: Sie sagt, dass die Menschen in Gottes Hand sind, sie hofft darauf, dass Gott Menschen am Ende in Ehren annimmt, sie glaubt, dass Gott es ist, der Leben schenkt und nimmt. Jesus selbst sagt, dass Menschen im Himmel sein werden wie Engel. Paulus redet von einem unvergänglichen Geist-Leib, Johannes von den himmlischen Wohnungen.

 

Islam

Nach dem Tod eines Menschen spricht der muslimische Geistliche die Totengebete.

Die Leiche soll vorher in der Moschee oder auf dem Friedhof rituell gewaschen worden sein, aber nur von Gleichgeschlechtlichen. Nach der Reinigung wird der Tote in ein weißes Tuch gewickelt und anschließend in einen Sarg gelegt. Es muss es so eingerichtet sein, dass der Tote auf seiner rechten Seite liegend nach Mekka blickt. Oft findet die Bestattung innerhalb von 24 Stunden statt.

 


Forum zu dieser Seite

  • shasija schrieb am 4.11.2007 um 21:29:11:
    Habe nur eine Frage. Wie findet ihr es, wenn man jemanden auf einem nichtislamischen Friedhof beerdigt. 
    • gast schrieb am 20.10.2008 um 02:12:41:
      hallo shasija,

      wenn es geht sollte man als moslem auf einem islamischen friedhof beerdigt werden. wenn es nicht geht dann eben nicht. es gibt viele moslems die nicht auf islamischen friedhöfen sondern irgendwo begraben oder nicht begraben liegen und die werden, so gott will, trotzdem im jenseits wie normale moslems behandelt.

      lg 
  • ersin schrieb am 24.7.2010 um 17:16:20:
    mein beitrag gilt der aussage des bestatters der sagt; mitgefühl könne er sich als bestatter nicht leisten dann hätte er den beruf verfehlt. ich stamme aus einem bestattungsinstitut und kann nur sagen: ohne mitgefühl wäre die ausübung unseres berufes nicht möglich. 

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